Elterngeld in Deutschland

Bei der Bundesrepublik Deutschland handelt es sich um einen Sozialstaat, der unter anderem stets darauf bedacht ist, finanzielle Ungleichheiten in der Bevölkerung durch Transferzahlungen auszugleichen. Neben dem Kindergeld ist auch das sogenannte Elterngeld eine solche Sozialleistung, die Ihrem Kind den bestmöglichen Start ins Leben ermöglichen soll. Damit Sie das Elterngeld jedoch beziehen können, müssen Sie zuvor einige Details und Bedingungen beachten.

Unterschiede zwischen Elterngeld und Kindergeld

Bei dem Eltern- und Kindergeld handelt es sich grundsätzlich um zwei völlig unterschiedliche Sozialleistungen. Anders als bei dem Kindergeld ist die Forderung des Elterngeldes erst seit dem ersten Januar 2007 möglich. Mithilfe dieser Zahlung möchte der Staat Eltern von kleinen Kindern unterstützen. Falls Sie das Elterngeld beanspruchen möchten, müssen Sie nachweisen, dass Sie Ihr Kind betreuen und nicht mehr als 30 Stunden in der Woche arbeiten. Dieses wird Ihnen anschließend, je nach Lebenssituation, zwölf bis 14 Monate ab der Geburt des Kindes transferiert und richtet sich hierbei, anders als bei dem festgelegten Kindergeld, nach Ihrem Nettoverdienst. Die Zahlungen belaufen sich momentan auf mindestens 300 bis maximal 1.800 Euro.

Elterngeld als Reform des Erziehungsgeldes

Mit dem Inkrafttreten des Elterngeldes wurde gleichzeitig das frühere Erziehungsgeld abgelöst. Bei dem Elterngeld handelt es sich zusammenfassend um eine elternbezogene sowie zeitlich befristete Entgeltersatzleistung, welche konkrete Nachteile in der frühen Phase der Familiengründung ausgleichen und den Eltern mehr Zeit für Ihr junges Kind einräumen soll. Weiterhin fängt die Sozialleistung einen Einkommenswegfall auf, wenn Sie in den ersten Monaten nach der Geburt Ihres Kindes für dieses da sein möchten und Ihre berufliche Tätigkeit hierfür einschränken oder gar unterbrechen müssen. Ab Juli 2015 soll außerdem deutschlandweit das „Elterngeld Plus“ etabliert werden, welches künftig bis zu 28 Monate ausgezahlt werden soll.

Bedingungen für den Anspruch des Elterngeldes

Das Elterngeld wird sowohl bei dem Arbeitslosengeld II, bei der Sozialhilfe als auch beim Kinderzuschlag mit nur einer Ausnahme komplett als Einkommen anerkannt. Diese Ausnahme gilt lediglich für alle Elterngeldberechtigten, welche Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag erhalten und die vor der Geburt ihres Kindes beziehungsweise ihrer Kinder erwerbstätig waren. Diesen wird nämlich separat das Elterngeldfreibetrag zugeteilt. Dieses wiederum entspricht dem Einkommen vor der Geburt Ihres Kindes und beträgt jedoch maximal 300 Euro. Nur bis zu dieser Höhe bleibt das Elterngeld bei den kürzlich genannten Sozialleistungen anrechnungsfrei und steht Ihnen damit zusätzlich zur Verfügung.

Falls Sie als Elternpaar im Kalenderjahr vor der Geburt Ihres Kindes zusammengerechnet ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 500.000 Euro oder als Alleinerziehender mehr als 250.000 Euro hatten, entfällt der Anspruch auf das Elterngeld.

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